10 Tipps zum Energiesparen

Laut der WWF Deutschland produziert jeder Deutsche pro Jahr etwa zehn Tonnen CO2 – und damit sechsmal soviel wie ein Inder. Angesichts dieser Zahlen sollte jeder darüber nachdenken, wie er seinen Beitrag dazu leisten kann, seine persönliche CO2 Bilanz zu senken. Mit unseren zehn einfach umzusetzenden Energiespartipps schonen Sie nicht nur die Umwelt sondern auch Ihre Haushaltskasse.

1. Stromanbieter: von Normalstrom auf Ökostrom umsteigen

Haben Sie schon einmal über einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter nachgedacht? Ökostrom ist oftmals zwar etwas teurer als „normaler“ Strom, allerdings fördern Sie mit diesem den Ausbau erneuerbarer Energien und reduzieren Ihren persönlichen CO2 Fußabdruck. Je mehr Menschen zu Ökostromanbietern wechseln, desto höher wird der Anteil an umweltschonend produziertem Strom. Der Wechsel des Stromanbieters geht übrigens schnell vonstatten: Ihr neuer Stromversorger erledigt die Abmeldung beim alten Stromanbieter für Sie.

    2. Leuchtmittel: Energiesparlampen durch LED-Lampen ersetzen

    Energiesparlampen verbrauchen zwar weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen, sind jedoch aufgrund der geringen Lebensdauer und ihres Quecksilbergehalts keine optimale Lösung. LED-Leuchten überzeugen hingegen mit längerer Brenndauer und setzen zudem keine Schadstoffe frei. Für die Umrüstung auf LEDs sprechen nicht nur Umweltvorteile und die Leuchtdauer: LED-Lampen verbrauchen sogar deutlich weniger Strom als Energiesparlampen.

    3. Haushaltsgeräte: Energieeffizienz bei Kühlschrank, Waschmaschine & Co.

    Aufgrund der Vielzahl an Haushaltsgeräten ist hier das Einsparungspotenzial besonders hoch. Ob Kühlschrank und Gefriertruhe, Geschirrspüler, Wäschetrockner oder Waschmaschine: Achten Sie bei der Neuanschaffung unbedingt auf die Energieeffizienz dieser Geräte. Als guter Maßstab und Orientierungshilfe dienen die EU-Energielabel oder Energieetikette auf einer Skala von A+++ bis G. Mit der Anschaffung energieeffizienter Geräte verbannen Sie die größten Stromfresser aus dem Haushalt und beschränken den Energieaufwand erheblich.

    4. Waschen und Trocknen: sauberes und sparsames Wäschewaschen

    Auch beim Waschvorgang kann man energiebewusst handeln. Das beginnt bereits beim Befüllen der Trommel. Nutzen Sie das Fassungsvermögen Ihrer Waschmaschine aus, um Strom und Wasser zu sparen. Eine wichtige Rolle spielt auch die gewählte Waschtemperatur. Der Energieverbrauch sinkt deutlich, wenn Sie auf 95 Grad Kochwäsche verzichten und die Maschine auf maximal 60 Grad laufen lassen. Gezielt Strom und Kosten senken Sie auch, indem Sie die Vorwäsche überspringen. Auch beim Trocknen ist ein hohes Einsparpotenzial vorhanden. Trocknen Sie die Wäsche – sofern möglich – an der Luft. Der Trocknungsvorgang dauert zwar im Waschkeller, auf dem Balkon oder an der Wäscheleine im Garten vielleicht manchmal etwas länger als im Wäschetrockner, dafür darf der Stromzähler eine Pause einlegen.

    5. Küche: ökonomisch kochen und kühlen

    Der Wasserkocher ist eine verbrauchsgünstige Lösung wenn es um das Erhitzen von Wasser geht. Idealerweise befüllen Sie den Wasserkocher nur mit der benötigten Flüssigkeitsmenge und entkalken ihn regelmäßig, zum Beispiel mit einem Wasser-Essig-Gemisch. Kommen Herd und Kochtopf zum Einsatz, so können Sie den Energieverbrauch deutlich reduzieren, indem Sie wärmeleitfähiges Kochgeschirr mit aufgesetztem Deckel verwenden. Halten Sie die Kühlschranktür nicht unnötig lang geöffnet, denn die dadurch erwärmte Innenluft muss mit viel Energieaufwand wieder abgekühlt werden. Tauen Sie Ihr Gefrierfach und den Kühlschrank regelmäßig ab, denn nur ein eisfreier Kühlschrank ist in der Lage die volle Leistung zu vollbringen.

    6. Bad: Kosten senken im Sanitärbereich

    Beim Zähneputzen das Wasser abstellen und statt eines Vollbads lieber die Dusche nutzen. Diese beiden gängigen Spar-Maßnahmen können Sie noch erweitern, indem Sie durch wassersparende Duschköpfe die durchlaufenden Wassermengen reduzieren; etwaige Aufsätze lassen sich im Handumdrehen anschrauben. Im Waschbecken (auch in der Küche) können einfache Strahlregler diese Wassersparfunktion erfüllen.

    7. Zeitschaltuhren: Stromversorgung nach Bedarf regeln

    Zeitschaltuhren unterbrechen und aktivieren die Stromzufuhr zu beliebig vorgegebenen Zeiten. Ihre Verwendung reduziert den Stromverbrauch insbesondere bei jenen Geräten, die entweder auf Dauerbetrieb eingestellt sind oder selbst im ausgeschalteten Zustand mit Strom versorgt werden. Als Einsatzbereiche dieser praktischen Helfer kommen Heizungen, Durchlauferhitzer und Fernseher sowie zahlreiche weitere Geräte mit Stand-by-Funktion infrage.

    8. Stand-by: Heimliche Stromfresser ausschalten

    In nahezu jedem Haushalt finden sich heute Geräte mit Stand-by-Funktion. Diese unscheinbaren Stromsauger mit ihren kleinen Leuchten verursachen über längere Zeiträume hinweg einen erhöhten Stromverbrauch. Ob via Zeitschaltuhr oder einfach durch das Ziehen des Steckers: Ihre Stromrechnung wird es Ihnen danken, wenn Sie diese Geräte bei Nichtverwendung vom Netz trennen.

    9. Laptop statt PC: Energie sparen mit mobilen Geräten

    Der Energieverbrauch mobiler Computer ist normalerweise um ein Vielfaches geringer als jener eines herkömmlichen Desktop-PCs. Laptops und Tablets sind für den Akkubetrieb ausgelegt und dementsprechend auf eine geringe Stromaufnahme optimiert. Im Sinne der Energieeffizienz können Sie beim nächsten Computerkauf die Anschaffung eines Laptops erwägen: Moderne Notebooks sind klassischen Standcomputern in puncto Funktionalität ebenbürtig und lassen sich zudem überallhin mitnehmen.

    10. Auf Klimaanlagen verzichten: energieintensive Kältemaschinen

    Kein anderes Gerät im Haushalt benötigt mehr Energie: Klimaanlagen funktionieren wie Kühlschränke, müssen jedoch ein weitaus größeres Raumvolumen auf Temperatur bringen. Der enorme Energieverbrauch von Klimageräten ist dieser hohen Kühlkapazität geschuldet. Außerdem sind Klimaanlagen aufgrund der verwendeten Kältemittel stark klimaschädlich. Mit alternativen Methoden zur Abkühlung Ihres Wohnbereichs können Sie Ihre Kosten senken. Dazu zählen wirksame Verschattungsmaßnahmen, eine gute Wärmedämmung sowie Raumventilatoren.

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    Fazit: Energiesparen im Kleinen hat große Auswirkungen

    Energiesparende Maßnahmen sind in den eigenen vier Wänden leicht umzusetzen und kommen Ihrer Haushaltskasse zugute. Darüber hinaus tragen Sie nachhaltig zum Umweltschutz bei, indem Sie die Energiewende zu erneuerbaren Energien unterstützen. Schrittweise verkleinern Sie Ihren ökologischen Fußabdruck und können der nächsten Stromrechnung ganz entspannt entgegenblicken.

Über den Autor

Christoph Neuhaus,
Gründer & Geschäftsführer

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