WhatsApp: 0152 557 908 77

Service-Hotline: 040 355 282 70

Dachausbau – Ideen & Tipps

Nicht wenige Hausbesitzer stehen Jahre nach Fertigstellung ihres Eigenheims vor dem Problem, dass der früher einmal ausreichende Wohnraum mit der Zeit zu klein geworden ist. Vielleicht ist der Familienzuwachs größer geworden als ursprünglich geplant, vielleicht sollen Großeltern aufgenommen werden, vielleicht geht es aber auch nur um ein Mehr an Lebensqualität. Die einfachste und günstigste Lösung für eine Erweiterung liegt in der Regel über den Köpfen der Bewohner – nämlich unter dem Dach.

Denn häufig dient der Dachboden lediglich als Abstellraum für Möbel und andere Dinge, die zwar nicht mehr wirklich gebraucht, aber auch nicht konsequent entsorgt werden. Ein Ausbau des Daches sorgt nicht nur für mehr Platz. Durch die Dachschrägen und mit einem eventuellen nachträglichen Einbau von Dachfenstern oder der Verglasung der Giebel entsteht auch eine ganz spezielle Atmosphäre in den neuen Räumen. Dieser Beitrag soll aufzeigen, was Sie bei einem Umbau Ihres Dachgeschosses berücksichtigen müssen.

Am Anfang steht die richtige Planung

Wenn Sie Ihr Dach ausbauen wollen, benötigen Sie vor allem eine gute Planung, damit das Projekt reibungslos abläuft und zum Erfolg wird. Als allererster Punkt steht die Frage an, wofür genau Sie den neu gewonnenen Raum nutzen möchten und ob die Bausubstanz sowie der Dachstuhl in Bezug auf Statik und Qualität für dieses Vorhaben geeignet sind. Der Dachstuhl zum Beispiel wird durch Maßnahmen zur Wärmedämmung und anschließende Schalung mehr belastet. Auch sollten die Balken durch Fachleute auf einen Befall mit Schimmel oder Holzwürmern untersucht werden.

Wenn diese Frage positiv beantwortet ist, sind weitere Rahmenbedingungen zu klären, denn bei einem Dachausbau handelt es sich um eine Nutzungsänderung Ihres Eigenheims, die in einigen Bundesländern einer Baugenehmigung bedarf. Sie können hierfür die jeweilige Landesbauordnung zu Rate ziehen. Besser ist es aber, Sie erkundigen sich direkt bei Ihrem zuständigen Bauamt, um ganz sicher zu gehen. Wird ein Dachboden in Wohnraum umgewandelt, sind zudem die Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten. Die Materialien für die Wärmedämmung müssen EnEV-konform sein sowie den gültigen Brandschutz- und Schallschutzvorgaben entsprechen. Am besten schalten Sie schon in der Planungsphase einen Fachbetrieb und/oder einen Architekten ein, um unnötigen Ärger und Aufwand zu vermeiden.

Erstellen Sie ein Nutzungskonzept

Wie wollen Sie Ihren Dachboden in Zukunft nutzen? Soll eine komplette Wohnung daraus werden oder nur ein großes Zimmer? Möchten Sie eine Toilette oder sogar ein vollständiges Bad installieren?

Sollen dort die Kinder spielen und toben? Wollen Sie den gewonnenen Platz für Ihr liebstes Hobby einrichten? Sobald Ihr Nutzungskonzept steht, können Sie über die Raumaufteilung, den optimalen Lichteinfall, die Wärmedämmung und andere Maßnahmen nachdenken.
Ein wichtiges Kriterium ist dabei, wie groß die Fläche mit einer ausreichenden Stehhöhe ist.
Damit der Aufenthalt im Dachgeschoss bei wohnlicher Nutzung auf Dauer nicht unbequem wird, sollte mehr als die Hälfte der Quadratmeterzahl eine Stehhöhe von 2,30 Metern haben. Für ein Spielzimmer oder einen Hobbyraum reichen auch 2,00 Meter.

Wenn Sie mehrere Räume planen, müssen Sie entscheiden, ob die Wände massiv sein sollen und die Statik dies zulässt, oder ob Sie Leichtbauwände einziehen. Lassen Sie vorab auch Ihre Dacheindeckung überprüfen. Falls diese schon sehr alt ist und Schäden aufweist, macht eventuell eine Sanierung Sinn, bevor Sie mit der Wärmedämmung beginnen. Dadurch steigen zwar die Kosten für den Dachausbau, es kommt Sie aber immer noch günstiger, als wenn Sie Ihr Dach später neu eindecken lassen, denn dann ist wieder eine neue Wärmedämmung fällig.

Zur weiteren Bestandsaufnahme vor Baubeginn gehört auch die Klärung folgender Fragen:

  • Gibt es bereits eine Heizung oder muss sie ersetzt werden?
  • Gibt es Dachfenster? Sind diese noch dicht? Müssen Sie versetzt oder komplett ausgetauscht werden?
  • Wie ist der Zustand des Schornsteins und des Mauerwerks an den Giebeln?
  • Gibt es Anschlüsse und/oder Leitungen für Strom, Wasser und Heizung? Müssen diese installiert werden?
  • Ist ein bequemer Treppenaufgang vorhanden oder muss eine neue Treppe eingebaut werden?

Vielleicht weist Ihr Dachgeschoss noch andere spezifische Merkmale auf, die wir hier nicht berücksichtigen können. Auch dies ist ein Grund, die Bestandsaufnahme zusammen mit Fachleuten durchzuführen.

Ein zentraler Teil des Dachausbaus: die Wärmedämmung

Eine möglichst perfekte Wärmedämmung zählt zu den wichtigsten baulichen Maßnahmen, wenn Sie Ihr Dach ausbauen. Zum einen ist sie durch die EnEV vorgeschrieben. Zum anderen hält eine gute Dämmung Kälte im Winter draußen und die Wärme drinnen. Das gilt umgekehrt für den Sommer. Die große Hitze bleibt außen vor. Auf diese Weise schaffen Sie ein Raumklima, das zu jeder Jahreszeit für Wohlbefinden sorgt.

Drittens sparen Sie mit einer modernen Wärmedämmung auf lange Sicht viel Geld durch niedrigere Heizkosten. Dies gilt nicht nur für das Dachgeschoss, sondern wirkt sich auf das gesamte Gebäude aus. Deshalb sollten Sie hier nicht am falschen Ende sparen, denn die Investition in effektive Dämmstoffe amortisiert sich in kurzer Zeit.

Finanzielle Freiheit im Ruhestand:
Flexibler Immobilien-Teilverkauf von wertfaktor mit einmaliger Schnellauszahlung

Informieren Sie sich über die Vorteile des neuen Teilverkaufsmodells von wertfaktor:

040 69 63 89 708
[email protected]

Für die Dämmung kommen drei Verfahren in Betracht. Diese sind:

  1. Die Untersparrendämmung: Dabei werden die Dämmmaterialien unter den Sparren angebracht. Allerdings ist diese Methode als einzige Maßnahme zur Wärmedämmung nicht besonders gut geeignet, wenn Sie Ihren Dachboden in Wohnraum umwandeln möchten.
  2. Die Zwischensparrendämmung: Dies ist die gängigste Methode, bei der die Dämmstoffe zwischen den Dachsparren platziert und häufig noch mit einer Untersparrendämmung kombiniert werden.
  3. Die Aufsparrendämmung: Diese Dämmung gilt unter Experten von ihrer Wirkung her als die beste, nicht zuletzt, weil sie auch den Raum nicht verkleinert. Sie ist allerdings kostenintensiv, weil dafür das Dach abgedeckt werden muss, und lohnt sich im Grunde nur, wenn sowieso eine Neueindeckung geplant ist.

Es werde Licht – Dach- und Giebelfenster

Wenn ein Dachgeschoss ursprünglich mehr oder weniger nur als „Abstellraum“ geplant war, gibt es wahrscheinlich nicht ausreichend Dachfenster, die für ein natürliches Licht sorgen. Bei der Planung Ihres Umbaus sollten Sie aber nicht nur auf eine möglichst hohe Tageslichtausbeute achten, sondern – parallel zur Wärmedämmung – auch auf eine hohe Energieeffizienz. Moderne Fenster für Dach und Giebel bieten neben großen Glasflächen eine schützende Isolierverglasung und gedämmte Rahmenkonstruktionen. Mit zusätzlichen innovativen Rollladensystemen reduzieren sie Energie- und Wärmeverluste auf ein Minimum.

Als Alternative zu schrägen Dachfenstern bietet sich der Einbau von Dachgauben an. Sie sorgen ebenfalls für ausreichenden Lichteinfall und steigern ganz nebenbei noch den Raumgewinn, vor allem, wenn das Dach flach geneigt ist oder nur über einen niedrigen Kniestock verfügt.

Denken Sie nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch

In der Regel entspricht die Fläche des Dachbodens der Grundfläche des Hauses. Ihnen steht also nach dem Ausbau ein großer „Roh“-Raum zur Verfügung.

Sie können ihn so belassen oder aber in mehrere Räume aufteilen. Das richtet sich ganz nach Ihren Vorstellungen der späteren Nutzung. Falls Sie Wände einziehen möchten, bietet sich die Trockenbauweise mit Gipsfaserplatten an. Sie ist einerseits schnell durchzuführen, andererseits müssen Sie wegen des geringen Gewichts keine Rücksicht darauf nehmen, ob darunter tragende Wände liegen. Am besten fertigen Sie für sich selbst zunächst eine Zeichnung für den gewünschten Grundriss an, eventuell auch eine Skizze für die übrige Gestaltung. Mit einer exakten Ausführungszeichnung sollten Sie einen Architekten oder Bauingenieur beauftragen, der alle notwendigen technischen Installationen fachgerecht in die Planung integriert und ein anschauliches Ergebnis über die endgültige Optik nach dem Dachausbau liefern kann.

Kosten und Finanzierung des Dachausbaus

Eine pauschale Angabe zu den Kosten eines Dachausbaus ist an dieser Stelle nicht zu machen. Das hängt von Ihren individuellen und persönlichen Wünschen bezüglich der Nutzung, der Ausstattung, der baulich notwendigen Maßnahmen und anderen Faktoren ab. Eine exakte Kalkulation kann Ihnen nur ein Architekt oder das mit dem Umbau beauftragte Unternehmen vorlegen. Ein vorhandenes Dach ausbauen ist auf jeden Fall günstiger, als ein anderes Grundstück zu kaufen und darauf einen Neubau zu setzen.

Sie sollten sich außerdem während der Planungsphase nach Fördermöglichkeiten erkundigen oder entsprechend beraten lassen. Denn für eine Modernisierung, die zu mehr Energieeffizienz eines Gebäudes beiträgt, gibt es von mehreren Seiten entweder Zuschüsse oder sehr günstige Kredite. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beispielsweise bietet Darlehen von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit zu unschlagbaren Konditionen.

Fazit

Wenn Sie richtig und ausführlich planen, schaffen Sie sich mit dem Ausbau Ihres Daches deutlich mehr Raum in Ihrem Eigenheim und können diesen für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. Sie sollten es aber nicht unterlassen – auch wenn Sie selbst ein ambitionierter und erfahrener Heimwerker sind – für die Beratung, Planung und Ausführung einen Architekten und einen Fachbetrieb zu beauftragen, damit Sie kein Detail übersehen. Ein Verstoß gegen die bei Ihnen gültige Landesbauordnung oder gegen die EnEV beispielsweise kann erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Mit professioneller Unterstützung wird Ihr Projekt sicher ein Erfolg, an dem Sie sich viele Jahre lang erfreuen können.

Über den Autor
Christoph Neuhaus
Gründer & Geschäftsführer

Immobilien Leibrente – für wen ist sie geeignet?

Eine Immobilien Leibrente richtet sich an Immobilieneigentümer, die bereit sind ihr Haus zu verkaufen und trotzdem weiter darin wohnen möchten. Lesen Sie hier, unter...

Gesamtverkauf mit Nießbrauchrecht – wie geht das?

Nießbrauch bedeutet ein sehr weitreichendes Nutzungsrecht am Eigentum. Der Eigentümer räumt dem Nießbrauchsberechtigten oft lebenslang das Recht ein, z. B. eine Immobilie zu nutzen...

Warum Verrentung? Und welches Modell für wen?

Obwohl viele Immobilieneigentümer ihr Leben lang gearbeitet haben, genießen sie heute nicht die finanzielle Freiheit, die sie verdient hätten. Das Vermögen ist zwar da,...

Die Rangfolge im Grundbuch und warum sie wichtig ist

Was sind Grundpfandrechte? Die Rangfolge im Grundbuch ist die gesetzlich festgelegte Reihenfolge von mehreren, im selben Grundbuch eingetragenen Rechten. Meist ist dabei von den Grundpfandrechten...

Altersgrenze für Kredite

Zeit für die schönen Dinge des Lebens Mit der Rente geht es bei vielen erst richtig los. Endlich ist Zeit für all die schönen Dinge...

Teilen Sie diesen Artikel mit Freunden: