Ehrenämter: ein neuer Sinn im Leben?

Im Ruhestand endlich vollkommen ausspannen und die Ruhe genießen – mit diesem Traum verbringen viele Berufstätige ihre letzten Jahre im Job. Doch was geschieht, wenn sich die Situation anders zeigt? Viele Senioren fühlen sich im Ruhestand plötzlich unterfordert und nicht mehr ausreichend selbstwirksam. Sozialkontakte aus der aktiven beruflichen Zeit werden weniger oder brechen ganz ab.

Kein Wunder, dass sich immer mehr Rentner ehrenamtlich engagieren und damit neue Kontakte und neuen Sinn im Leben finden.

Das Interesse am Ehrenamt nimmt zu

Die Bereitschaft von Senioren zu ehrenamtlicher Tätigkeit steigt. Mittlerweile ist ein Drittel aller über 65-Jährigen ehrenamtlich aktiv, deutlich mehr als noch vor 20 Jahren. Sie helfen in gemeinnützigen Einrichtungen oder bilden Berufsanfänger fort, bieten Hausaufgabenbetreuung an oder engagieren sich in Tafelläden.

Rentner sind heute viel fitter als früher

Dass sich immer mehr Senioren für ein freiwilliges Engagement begeistern, liegt unter anderem an der demographischen Entwicklung. Menschen, die heute aus ihrem aktiven Berufsleben ausscheiden, sind so vital und gesund wie noch nie in der Geschichte.

Zum einen ist es die größere Fitness, die ältere Menschen heute dazu bringt, sich nach dem aktiven Berufsleben freiwillig zu engagieren. Zum andern sind Menschen im Rentenalter heute weitaus mobiler als in früheren Zeiten. Auch die Familienstrukturen sind nicht mehr so bindend wie früher.

Viele ältere Menschen leben nicht an dem Ort, an dem ihre Kinder und Enkel wohnen, oder sie haben keine Enkelkinder, die sie betreuen könnten. Sie sind deshalb oft viel mehr als frühere Generationen in der Lage, über ihre Zeit zu verfügen und bei sozialen Projekten mitzuwirken. Viele Ruheständler sind zudem von dem Motiv geleitet, sich in die Gesellschaft einzubringen und etwas Positives zu bewirken.

Welche persönlichen Vorteile bietet das Ehrenamt aktiven Senioren?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Wer ehrenamtlich aktiv ist, tut Gutes und profitiert auch ganz persönlich davon. Wohlbefinden und Gesundheit nehmen zu, der Geist bleibt rege, offenbar steigt auch die Lebenserwartung.

Die Sozialkontakte im Ehrenamt und das Gefühl, sinnvoll zu wirken, lassen Menschen glücklicher, ausgeglichener und gesünder leben. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit Angehörigen anderer Generationen wirkt sich anregend auf die geistige Flexibilität aus. Die Erfahrung, dass man gebraucht wird und in eine Gruppe oder ein Projekt eingebunden ist, erhöht die Lebensqualität.

Anerkennung tut der Gesundheit gut

Eine Kultur der Anerkennung gehört heute selbstverständlich zum Ehrenamt. Die jungen Alten bringen eine Menge Berufs- und Lebenserfahrung mit. Die heutigen Ruheständler sind die erste Rentnergeneration in Deutschland, die gebildeter, gesünder und materiell besser abgesichert ist, als dies bisher der Fall war.

Dazu kommt, dass ein gutes Drittel des Lebens noch vor ihnen liegt. In dieser Lebensphase nur noch Tennis zu spielen oder den eigenen Garten zu pflegen, bringt für viele auf Dauer zu wenig Anerkennung. Ein unentgeltlicher Einsatz fürs Gemeinwesen dagegen wird oft mit großer Wertschätzung durch die Gesellschaft belohnt – ein bedeutender gesundheitsförderlicher Aspekt.

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Ehrenamtliche Arbeit – viele Vorteile fürs Gemeinwesen

Unter den Senioren gibt es einen riesigen Pool an hoch qualifizierten Persönlichkeiten, die eine Menge freier Zeit haben. Wenn alle diese Menschen mit anpacken, kann unsere Gesellschaft nur profitieren. Ob im pädagogischen, im handwerklichen oder im organisatorischen Bereich, ob als Helfer, Pate oder Zeitspender, Ehrenamtliche stärken die Gemeinschaft. Im Sinne einer Beteiligungskultur können Ältere besonders an jenen Stellen helfen, an denen Lebenserfahrung

Vielfältige Ehrenämter gibt es bereits, und es entstehen ständig neue

Die Liste der ehrenamtlichen Jobs ist lang und bunt. Einkaufsbegleiter und Nachhilfelehrer, Vorleser und Schriftführer, Leihomas und Manager, Märchenerzähler und Naturfreunde sind gesucht. Auch ehrenamtliche Hobbygärtner für kommunale Grünanlagen, Organisatoren für Bürger-Events oder Theaterspieler finden überaus sinnvolle Betätigungsfelder.

Die Hilfe der Älteren ist für viele Institutionen unverzichtbar

Es gibt zahlreiche soziale Einrichtungen, die inzwischen ihre Arbeit ohne die Hilfe von ehrenamtlichen Senioren kaum noch erfüllen könnten. So hat beispielsweise die Aussetzung des Zivildienstes eine große Lücke gerissen.

Senioren unterstützen öffentliche und wohltätige Einrichtungen in vielerlei Form. Wenn bestimmte gesellschaftliche Themen in den Blickpunkt rücken, ergeben sich vielfältige Aufgaben, wie etwa bei Lerninitiativen oder im Umweltschutz.

Die Freiwilligenarbeit wird immer professioneller

Die moderne Freiwilligen-Bürger-Bewegung hat nicht Dienst und Aufopferung zum Ziel, sondern ein Geben und Nehmen in Balance und in Selbstverantwortlichkeit. Wer heute Freude an einem bestimmten Thema hat, engagiert sich oft auch nur für eine bestimmte Zeit, es geht nicht um eine lebenslange Verpflichtung.

Oft sind es die Ehrenamtlichen selbst, die die Professionalisierung des Ehrenamtes vorantreiben. Vielerorts gehören qualifizierende Schulungen, Versicherungsschutz und flexible Arbeitszeit selbstverständlich zum Standard. In vielen Städten gibt es mittlerweile Vereine, in denen ehrenamtliche Engagement-Lotsen passende Angebote vermitteln.

Fazit

Freiwilliges Engagement eröffnet spannende Perspektiven für Senioren. Der neue Lebensabschnitt kann sinnerfüllte Aktivitäten und interessante Erfahrungen bieten. Die Begegnung mit unterschiedlichen Menschen regt an und hält den Geist wach.

Die Anerkennung und die Wertschätzung, die mit einem Ehrenamt verbunden sind, steigern die Lebensqualität. Wenn Sie sich für ein solches Engagement interessieren, finden Sie bei Kommunen und Wohlfahrtsverbänden kompetente Ansprechpartner, die Sie beraten und die sich freuen, wenn sie Ihnen entsprechende Angebote machen dürfen.

Über den Autor

Christoph Neuhaus,
Gründer & Geschäftsführer

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