Energetische Sanierung: Modernisierungswut oder wertsteigernde Maßnahme mit Zukunft?

Modernisieren, was das Zeug hält und das Budget hergibt: Energetische Sanierung scheint im Trend zu liegen – und Immobilienbesitzer von wahrer Modernisierungswut gepackt zu sein. Dass aktuell immer mehr Städte den Klimanotstand ausrufen und viele hier um 10 Prozent Emissionsminderung für Privathaushalte anstreben, gibt ihnen Recht. Oder? Wann und wie energetische Sanierung aktuell sinnvoll und finanzierbar ist, lesen Sie hier.

Energetische Sanierung – wozu?

Es zieht, müffelt, schimmelt, die Optik ist kaum noch repräsentativ zu nennen. Auch die Hausinstallation ist in die Jahre gekommen, die Substanz ächzt unter Wetter- und Wasserschäden, eventuell Probleme mit der Statik im Gepäck. Neben diesen klassischen Sanierungsargumenten fällt jetzt der Klimafaktor in die Waagschale: CO² vermeiden oder wenigstens verringern, lautet das Credo. Energetische Sanierung verspricht, langfristig Emissionen und Energie zu sparen, wo Preise für fossile Brennstoffe – und damit Heizung und Warmwasser – perspektivisch weiter steigen.

Nur zu erreichen, indem Hausbesitzer nicht nur energiefressende Altanlagen durch sparsame Lösungen ersetzen, sondern im Zuge energetischer Sanierung auch Dach und Fassade dämmen. Im Ergebnis optimiert energetische Sanierung nicht nur das Budget, sondern auch das Wohnklima.

Vorausgesetzt, Sanierungsplanung nimmt fachgerecht in den Blick, was im Einzelfall Sinn macht, sprich, welche Einsparpotenziale sich auftun. Auf dieser Basis nimmt ein nachhaltiges, bezahlbares Sanierungskonzept Formen an, das mit durchdacht abgestimmten Einzelmaßnahmen arbeitet.

Sanierungsstau bei energetischer Sanierung

Noch immer verschleudert ein Großteil der Immobilien in Deutschland zu viel Energie. Gut 70 Prozent der knapp 18 Millionen Wohnhäuser wurde vor 1979 erbaut – eine Zeit ohne ernstzunehmende gesetzliche Auflagen beim Wärmeschutz.

Leider herrscht bis dato, so die Deutsche Umwelthilfe, bei über neun Millionen Altbauten energetischer Sanierungsstau. Chancen auf bis zu 30 Prozent Energieeinsparung, die darauf warten, vergeben zu werden. Weshalb der Eindruck momentaner Modernisierungswut eventuell täuscht:

Derzeit beträgt die bundesweite, durchschnittliche Sanierungsrate lediglich ein Prozent – eine Energieeinsparung von 170 Tonnen CO2 pro Jahr. Auf Dauer nicht genug: Aktuell stellt die bundeseigene Förderbank KfW für Eigenheimsanierung bis mehr als 100.000 Euro zur Verfügung – und dies zu Zinssätzen ab 0,75 Prozent.

Und legt noch einen Tilgungszuschuss, um ineffiziente Heizungsanlagen auszutauschen, oben drauf. Energieexperten schätzen, dass sich eine neue Heizung für Eigentümer, die ihr Haus selbst nutzen, oft bereits nach zehn Jahren amortisiert. Dagegen rechne sich die Investition in Außenwände und Fenster im Schnitt erst nach dreißig Jahren.

Dämmung, Dach, Fenster, Heizung: Energetische Sanierung arbeitet Hand in Hand

Sie denken über eine energetische Sanierung Ihrer Immobilie nach? Aber wie packen Sie die Sache an? Essentiell: Die Sanierung eines Hauses stets von außen nach innen voranzutreiben. Dämmen Sie also als erstes die Gebäudehülle – und wählen erst dann die Heizungsanlage aus. Damit diese nur leistet, was tatsächlich benötigt wird!

Vor Umbau oder Austausch der Heizung macht eine Beratung zu den Möglichkeiten Sinn – nicht zuletzt, um Sanierungskredite und Zuschüsse durch KfW und Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zu nutzen. Wählen Sie eine energieeffiziente Heizung, gespeist durch erneuerbare Energien wie Fotovoltaik und Solarthermie, sparen Sie bei Finanzierung und Nutzung langfristig.

Darüber hinaus kombiniert sinnvolle energetische Sanierung z. B. die Erneuerung der Dachhaut mit der Wärmedämmung. Ähnlich verfahren Sie beim Austausch der Fenster, die Sie am besten mit der Außenwandsanierung kombinieren. Ihre Neuen punkten mit verbesserter Wärmedämmung und Lärmschutz, ohne die gedämmte Außenwand zu überrunden.

Zum Beispiel, wenn Sie dreifach verglaste Fenster in kaum gedämmte Wände einsetzen: Feuchtigkeit schlägt sich nieder, Schimmel ist vorprogrammiert. Was Sie auch planen, stets umfasst Sanierung kleinere Maßnahmen genauso wie größere Eingriffe in Aufteilung und Statik. Reparaturen bestehender Schäden zählen dagegen nicht dazu!

Haussanierung: Regelmäßig, um Werterhalt zu sichern

Unverzichtbar: Als Bauherr stets zu wissen, wann eine Haussanierung ansteht, um Rücklagen aufzubauen und die Finanzierung zu planen. Weil der Zahn der Zeit überall nagt, erhält nur eine regelmäßig durchgeführte Sanierung den Wert einer Immobilie. So sollte ein Ziegeldach nach etwa 50 Jahren, Dachpappe dagegen schon nach 20 Jahren erneuert werden. Während eine gute tragende Dachkonstruktion ihre 100 Jahre überdauert, aber Dachentwässerung alle 20 Jahre erhöhte Aufmerksamkeit verlangt.

Und die Fenster? Ganz gleich, ob Holz, Metall oder Kunststoff – nach 40 Jahren ist ein Austausch fällig. Bei der Entscheidung für Zweifach- oder Dreifachverglasung beziehen Sie die Dämmung von Fassade und Dach mit ein. Eine Fassade aus Verblendmauerwerk kann übrigens 80 Jahre durchhalten, der Außenputz 50. Leitungen und Haustechnik energetisch sanieren? Etwas, das Sie mit der Sanierung von Abwasserleitungen (alle 80 Jahre) und Heizung (alle 30 Jahre), inklusive eines modernen Brennwertkessels, gleich mit erledigen können!

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Energetische Sanierung stemmen – per Sanierungskredit

Gar nicht so einfach, jedes Jahr ausreichend Geld für eine spätere Haussanierung anzusparen? Ein Sanierungskredit kann – etwa, wenn Sie Ihre Baufinanzierung zum Großteil getilgt haben – zum reinen Werterhalt eingesetzt werden. Im Gegensatz zu einer Baufinanzierung profitieren Sie bei energetischer Sanierung von staatlicher Förderung.

Sie erhalten einen Sanierungskredit schon zu einer Darlehenssumme von 5.000 Euro (wobei viele Banken seine Höhe auf 50.000 Euro begrenzen). Ein Vorteil: Er wird nicht ins Grundbuch eingetragen (was Kosten für Notar und Grundbuchamt spart). Außerdem können Sie einen Sanierungskredit mit Förderkrediten der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) kombinieren.

Förderungen der KfW: Sanierungskredite

Das erklärte Ziel der Bundesregierung lautet, Wohnimmobilien energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei bildet die Energieeinsparverordnung (EnEV) die Richtschnur, anhand derer der Gebäudebestand bis 2050 so gut wie energieneutral sein soll. Das so genannte KfW-Effizienzhaus dient als Orientierung – ein EnEV Referenzgebäude (Neubau).

Ein festgelegter Prozentsatz des Jahresenergiebedarfs dieses Referenzhauses ist zu erreichen, soll KfW-Förderung fließen unterschieden nach energetischer Sanierung für Neubau oder Altbau. Und nach Haustypen – von Passivhaus über Nullenergiehaus bis Plusenergiehaus, sofern Sie neu bauen. Energetische Sanierung unter Nutzung eines KfW Kredits durchzuführen, hat verschiedene Vorteile – wie konkurrenzlos günstige Zinsen, attraktive Tilgungszuschüsse sowie eine tilgungsfreie Startphase.

Weitere Fördertöpfe: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Die Adresse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) ist eine weitere Option, Ihre Belastung durch Sanierungskosten zu senken. Als Hausbesitzer können Sie hier attraktive Zuschüsse erhalten, um Ihre Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umzustellen, Wärmepumpentechnik zu installieren bzw. Ihre bestehende Anlage nachträglich zu optimieren. Eine Entscheidung, die die notwendige Darlehenssumme für einen Sanierungskredit senkt. Auch gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Mittel für thermische Solaranlagen und Biomasseheizungen.

Keine energetische Sanierung ohne professionelle Energieberatung!

Denn das Meinungsforschungsinstitut Forsa förderte zu Tage, dass sich ohne oft nur marginale Einsparungen erreichen lassen – wie eine Umfrage von 1000 Haushalten nach Sanierung ergab. Unabhängige Energieberater wie die kostenfreie Energieberatung der Verbraucherzentralen leisten wertvolle Schwachstellenanalyse, um das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis eines Sanierungsvorhabens zu identifizieren:

Wie ist der energetische Zustand Ihres Hauses? Welche Verbesserungsmaßnahmen sind nicht nur sinnvoll, sondern auch langfristig wirtschaftlich? Um Eigentümer dann individuell zur Finanzierung energetischer Sanierung inklusive gesetzlicher Vorgaben und Fördermittel zu beraten. Gewusst? Zahlreiche deutsche Städte planen für die Heizperiode 2019/20 eine innovative Thermografie- und Energieberatungsoffensive.

Lohnt sich energetische Sanierung für Sie? Dies zu entscheiden, hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab – und ist daher Sache von Einzelfallbetrachtung. Durchdacht kalkuliert und angepackt, kann sich energetische Sanierung jedoch nicht nur für Besitzer selbstgenutzter Eigenheime wertsteigernd auszahlen, sondern auch für Vermieter wirtschaftlich rechnen!

Wertzuwachsgewinn auch bei Immobilien-Teilverkauf

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Ein Teilverkauf Ihrer Immobilie kann Ihnen die nötige finanzielle Freiheit schenken, damit Sie sich Ihre Träume und Wünsche erfüllen können!

Über den Autor

Christoph Neuhaus,
Gründer & Geschäftsführer

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