Referenzzinssatz

Definition Referenzzinssatz

Der Referenzzinssatz ist die Basis für die regelmäßigen Zinszahlungen eines Kreditnehmers mit einem Bankdarlehen mit variablem Zins. Bankinstitute definieren die Höhe dieses Zinssatzes nicht selbst, sondern übernehmen den EURIBOR Zinssatz.

Der EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) wird bereits seit 1999 als Referenzzinssatz genutzt und ist ein Durchschnittswert aus Geldangebot und Geldnachfrage im Interbankenmarkt des EURO-Währungsraums. Auf dem Immobilienmarkt spielt der EURIBOR als Referenzzinssatz für Hypothekendarlehen eine große Rolle. Er ist aber nie der finale Zins, den der Kreditnehmer an die Bank zu zahlen hat, da er interne Kosten und Gewinnmarge der Bank nicht berücksichtigt.

Berechnung des Referenzzinssatzes

Für die Ermittlung des Referenzzinsatzes hat das EMMI (European Money Markets Institute) ein bestimmtes Verfahren, mit welchem der EURIBOR täglich ermittelt wird. Basis dieses Verfahrens bildet der Durschnitt der Zinssätze einer Auswahlgruppe (die aus den 20 größten europäischen Banken besteht), zu denen sie sich gegenseitig in EURO Geld leihen. Die höchsten 15 Prozent wie auch die niedrigsten 15 Prozent der gemeldeten Werte werden dabei stets außer Acht gelassen.

Wortbedeutung, Herkunft und Rechtschreibung

Referenzzinsatz, der (mask.)

  • Wortart: Substantiv
  • Gebrauch: Rechtssprache
  • Rechtschreibung: Re|fe|renz|zins|satz
  • Wortbedeutung: Ein Zinssatz im Bankwesen, der von neutraler Stelle institutsübergreifend täglich für eine bestimmte Währung und Zinslaufzeit ermittelt wird.

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