Nicolas Vogelpoth (CFO): „Bei wertfaktor bekommt man das Beste aus beiden Welten.“

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Nicolas, Du bist der CFO von wertfakor. Wie bist Du zu wertfaktor gekommen und was schätzt Du am Unternehmen als Arbeitgeber besonders?

Ich bin seit Januar 2021 dabei. Bevor ich zu wertfaktor gekommen bin, habe ich für einen Energiekonzern gearbeitet, wo ich für die Kapitalanlage der Pensionsgelder verantwortlich war. Im Laufe des Jahres 2020 wurde ich dann von wertfaktor angesprochen und habe bei einem Besuch in Hamburg das Team kennengelernt. Die Chemie hat sofort gestimmt und die Teamarbeit gehört immer noch zu den Dingen, die ich an wertfaktor besonders schätze. Egal, ob erfahrener Profi oder junger Berufsanfänger, hier ziehen alle dynamisch am selben Strang.

Und dann überzeugt mich natürlich das Konzept von wertfaktor, denn mit seinem Angebot adressiert das Unternehmen wichtige Themen wie Demografie und Altersvorsorge, die in Anbetracht der Tatsache, dass in den nächsten zehn Jahren die Generation Babyboomer in Rente geht, noch an Relevanz gewinnen. wertfaktor kann als Erfinder und Pionier des Teilverkaufs diesen noch jungen und kaum erschlossenen Markt maßgeblich prägen. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, bei so einem Projekt dabei zu sein.

Was bedeutet wertfaktor für Dich persönlich? Was reizt Dich an der Arbeit und dem Geschäftsmodell?

Nachdem ich beruflich den akademischen Weg kennengelernt habe und in großen Konzernen tätig gewesen bin, wollte ich unbedingt nochmal erfahren, wie es ist, in einem unternehmerischen Umfeld zu arbeiten. Ich habe mir immer gewünscht, ein Unternehmen aufzubauen und mitzugestalten. Diese Chance bekomme ich bei wertfaktor – und der Unternehmenserfolg hängt maßgeblich am Finanzierungsbereich. Diese Verantwortung reizt mich. Darüber hinaus passt das Geschäftsmodell perfekt zu Deutschland, denn die Menschen hierzulande sorgen für ihr Alter sehr konservativ vor. Die meisten besitzen ein Sparbuch, aber kaum jemand ein Aktienpaket. Der Großteil der Bürger spart bewusst oder unbewusst über ihre Immobilie, die in den meisten Fällen mit einer langen Sollzinsbindung finanziert ist.

Wenn die Eigentümer dann das Darlehen im Alter von 60 oder 65 Jahren zurückbezahlt haben, ist die Immobilie natürlich über die letzten 30 Jahre im Wert gestiegen. wertfaktor ermöglicht es den Menschen, einen großen Teil dieses Vermögens liquide und nutzbar zu machen und trotzdem in der Immobilie wohnen zu bleiben. Dabei betreuen wir unsere Kunden – die bei uns auch Miteigentümer heißen – auf Augenhöhe fair und transparent. Dieses Gesamtpaket trifft genau den Zeitgeist.

Wofür ist Dein Team bei wertfaktor zuständig? Welche größeren Projekte sind aktuell geplant?

Ich bin bei wertfaktor als CFO für alles rund um die Finanzierung beim Teilverkauf zuständig. Wir finanzieren unser Geschäft über sehr viele Partner und eines unserer wichtigsten Projekte ist zurzeit, diese Partner in einer Plattform automatisiert zusammenzubringen, so dass Prozesse effizienter ablaufen. Wir wollen den Teilverkauf für institutionelle Investoren zugänglich machen und durch Verbriefungen, Ratings, regulatorische Anforderungen und Derivate unser Geschäft absichern. Wir stellen damit sicher, dass wir keine Zinsrisiken fahren und können das Unternehmen kapitalmarktfähig machen.

Eine Besonderheit bei uns im Team ist sicher, dass wir viel Zeit in das Teambuilding investieren. Unser Ziel ist es, ein starkes Team aufzubauen, in dem idealerweise jeder seinen richtigen Platz gefunden hat und sich wohlfühlt.

Und welches war das bisher spannendste oder herausforderndste Projekt, an dem Du gearbeitet hast?

Bei wertfaktor ist für mich noch vieles neu und spannend, deshalb gibt es auch nicht das eine herausfordernde Projekt. Es gibt viele Themenbereiche, die sich parallel entwickeln und die gleichzeitig skaliert und vorangetrieben werden müssen, damit das Unternehmenswachstum nicht gehemmt wird. Bei mir dreht sich dabei alles um die Kapitalstruktur. Ich sorge dafür, dass das besicherte Fremdkapital, das Nachrangkapital, die Betriebsmittel und das Eigenkapital synchron wachsen. Wir verwalten die gesamte Finanzierungsstruktur, vom Eigenkapital bis hin zum sehr stark, fast Pfandbrief-artig besicherten Fremdkapital.

Dadurch lernt man bei wertfaktor alles: Man spricht mit großen und kleinen Banken, mit Asset Managern, Venture-Capital-Firmen, Family Offices und mit Investmentbanken. So baut sich ein sehr breites Netzwerk auf. Wir werden weiterwachsen und große Handels- und Zinsabsicherungsbücher mit den Häusern aufbauen. Dazu reise ich viel. Häufig komme ich in Regionen, in denen ich vorher noch nicht war, wie die schwäbische Alb oder Lausitz. Ich bin immer wieder aufs Neue begeistert, wie schön diese Gegenden sind.

Welche strategischen Ziele hast Du Dir für Dein Team gesetzt?

Ich möchte einerseits im Team skalierbare Prozesse erarbeiten und ein Team aufbauen, in dem sich jeder gut aufgehoben fühlt. Außerdem wollen wir den Teilverkauf als Kredit- und Anlagegeschäft für Banken und institutionelle Investoren als Standard etablieren. Beide strategischen Ziele möchte ich innerhalb der nächsten drei Jahren umsetzen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei euch aus? Wie viel Freiheit haben die Mitarbeiter bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit?

Es gibt bei uns keinen typischen Arbeitsalltag. Wir investieren viel Zeit, um uns im Team zu synchronisieren und wir arbeiten mit vielen externen Partnern zusammen, weshalb ich viel unterwegs bin, um persönliche Beziehungen aufzubauen. Außerdem muss man in einem schnell wachsenden und dynamischen Start-Up-Umfeld auch flexibel sein: Bei unserem Umzug habe ich deshalb auch einfach mal Kisten geschleppt und Bilder aufgehängt, um unser neues Büro hübsch zu machen. Ärmel hochkrempeln und mit anpacken – das gehört auch dazu! Für ein Start-up, oder Scale-up, ist es wichtig, dass man viel Eigeninitiative zeigt und Verantwortung übernimmt. 

Wie selbstbestimmt der Tag für jeden einzelnen ist, hängt natürlich davon ab, in welcher Abteilung man arbeitet. Jemand in der Buchhaltung verbringt viel Zeit vor dem Computer. Jemand im Corporate Finance muss Finanzierungspartner gewinnen und ist viel auf Reisen. Jemand im Operationsgeschäft hat viele Überschneidungen mit der IT, mit dem Marketing und mit dem Sales-Team. Die Herausforderung besteht darin, für die jeweiligen Aufgaben die richtigen Charaktere zu finden, die Leidenschaft und Freude an dem haben, was sie tun, und zuverlässig sind.

Wie ist Deine Abteilung strukturiert?

Der Finanzbereich wächst sehr schnell. Letzten Herbst waren wir zu viert und mittlerweile sind wir elf und wir wachsen stetig weiter und sind auf der Suche nach neuen Talenten. Die Verantwortlichkeiten werden nach FTE, also Full Time Equivalents, aufgeteilt. Diese elf Mitarbeiter sind insgesamt elf FTE. Für die Buchhaltung sind dann zum Beispiel 1,25 FTE vorgesehen und für das Controlling 1,5 FTE. Die Überschneidungen verdeutlichen, dass ein Mitarbeiter durchaus auch in mehreren Bereichen eingesetzt sein kann.

Suchst Du aktuell Mitarbeiter in einem bestimmten Bereich oder hältst Du durchgehend Ausschau nach motivierten Talenten?

Ich suche immer talentierte, wissensdurstige Leute, die gestalten und lernen wollen. Konkret suchen wir Unterstützung im Bereich Corporate und Quantitative Finance.

Was sollte ein Bewerber unbedingt mitbringen, um für Dein Team ein guter Fit zu sein?

Ideal sind wirtschaftswissenschaftliche oder naturwissenschaftliche Studiengänge, aber das Wichtigste für mich ist, dass ein hohes Maß an Lernbereitschaft und Offenheit vorhanden ist. Die Bewerber sollten sich immer fragen, wie sie für sich am meisten aus einer Erfahrung herausziehen können. Im Grunde ist dabei nachgelagert, wie jung, alt oder erfahren ein Bewerber ist. Ich suche Fähigkeiten und keine Fertigkeiten.

Hast Du einen persönlicher Elevator-Pitch, um gute Bewerber von wertfaktor zu überzeugen?

Das Unternehmen wächst extrem schnell und in Anbetracht des Marktpotenzials ist noch lange kein Ende in Sicht. In so einem dynamischen Umfeld kann und sollte man schnell viel Verantwortung übernehmen. Das hat den Vorteil, dass man auch aktiv mitgestalten und sich einbringen kann. Außerdem geben wir bei wertfaktor eine Antwort auf wichtige demografische und soziale Fragen. Das macht unsere Arbeit zu einer sehr sinnstiftenden Tätigkeit. Und besonders spannend für Bewerber: Bezüglich der Finanzierungstechnik und der Finanzierungsthemen kommt man mit den gleichen Inhalten in Berührung, denen man normalerweise in einer Investmentbank begegnet.

Die wertfaktor-Kultur ist jedoch eindeutig unternehmerisch geprägt. Absolventen, die nicht zu einem großen Konzern wollen, sondern lieber die Start-Up-Atmosphäre spüren möchten und sich aber gleichzeitig die Technik und das Wissen aneignen, das normalerweise eher in einem großen Unternehmen vermittelt wird, sind bei wertfaktor deshalb genau richtig. Bei wertfaktor bekommt man das Beste aus beiden Welten.

Wie wird die fachliche Entwicklung der Mitarbeiter gefördert? Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es innerhalb Deiner Abteilung?

Es gibt sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten, weil das Unternehmen so schnell wächst. Es besteht überall die Möglichkeit, proaktiv Themen aufzunehmen, Dinge zu gestalten und dann auch in Führungspositionen hineinzuwachsen. Die Weiterentwicklung der Mitarbeiter ist für uns besonders wichtig, weshalb wir sie unterstützen und hohe Weiterbildungsbudgets zur Verfügung haben.

Welche Fehlerkultur wird in Deiner Abteilung gelebt?

Mein Wunsch ist, dass meine Mitarbeiter regelmäßig Fehler machen, um daraus zu lernen. Je mehr, desto besser. Meine Mitarbeiter sollen Dinge ausprobieren, aus sich herausgehen und sich weiterentwickeln. Dabei ist es wichtig, dass man reflektiert ist und idealerweise einen Fehler kein zweites Mal macht.

Wie würdest Du Deinen Führungsstil beschreiben?

Managen bedeutet für mich weder Micro-managen noch Gar-nicht-managen. Meine Mitarbeiter bekommen einerseits viel Verantwortung und Freiraum, andererseits ist mir Verbindlichkeit und das Erreichen der Ziele sehr wichtig. Dabei versuche ich, so gut es geht zu fördern und ihnen gleichzeitig sehr viel Raum zu geben, damit sie eigenverantwortlich Themen übernehmen. Wir stimmen uns über das Was eng ab, aber das Wie überlasse ich meinen Mitarbeitern.

Was schätzt Du besonders an Deinem Team?

Das Team ist zuverlässig und selbstständig und ich kann mich darauf verlassen, dass das Geschäft ganz normal weiterläuft, sollte ich zum Beispiel zwei Wochen am Stück unterwegs sein. Wir stehen alle füreinander ein und unterstützen uns, wenn ein Teammitglied mal ausfällt. Die Arbeit wird vom gesamten Team aufgefangen und darauf bin ich sehr stolz!