Einbruchschutz – darauf sollten Sie achten!

Im Jahre 2018 wurden den deutschen Versicherern 110.000 Wohnungseinbrüche gemeldet, das sind immerhin rund 20.000 weniger als im Vorjahr. Ein Trend, der sicherlich der immer besser werdenden Vorsorge zu verdanken ist.

Dennoch sind viele Bürger nach wie vor der Auffassung, sie würden keinen Einbruchschutz benötigen, da bei ihnen ohnehin nichts zu holen wäre. Allerdings können Kriminelle im Vornherein nie wissen, ob der Coup lohnend sein wird. Außerdem findet man fast in jedem Haushalt zumindest eine Brieftasche mit Bargeld, etwas Schmuck, ein Handy und einen Laptop.

Auch bei praktisch wertlosen Erinnerungsstücken kann es sein, dass der Verbrecher zugreift, da er den Wert des Diebesguts nicht abschätzen kann. Aber selbst wenn keine Vermögenswerte vorhanden sind: allein der Zerstörung wegen, die ein ungebetener Gast anrichten kann, sind ein wirksamer Schutz vor Einbrüchen bzw. sachdienliche Tipps zum Einbruchschutz in jedem Fall sinnvoll.

Einbruchsdiebstahl: Mythen und Vorurteile

Wohl kaum ein Vorurteil hält sich so hartnäckig wie dieses: „Wenn ein Einbrecher nicht nach wenigen Sekunden Türen oder Fenster geöffnet hat, zieht er weiter.“ Das war vielleicht vor zehn Jahren der Fall. Heute operieren Einbrecher in Banden und geben bei einem lohnenden Objekt nicht eher auf, bis sie es geknackt haben.

Ein weiterer Mythos ist, dass Einbrecher ausschließlich nachts bzw. in der Urlaubszeit ihr Unwesen treiben und überwiegend Einfamilienhäuser aufsuchen. Tatsächlich erscheinen Kriminelle meist tagsüber, vorwiegend zur Mittagszeit und in der Dämmerung. Die „Branche“ hat ganzjährig Saison, nicht nur in der Urlaubszeit, und geplündert werden selbstverständlich auch Wohnungen.

Häufige Vorgehensweisen bei einem Einbruch

Schlagen Einbrecher in Mehrfamilienhäusern zu, dringen sie in über 30% der Fälle über die Eingangstür in das Objekt ein. Mit einem Schraubendreher ausgerüstet, werden in Sekundenschnelle Türen oder Fenster aufgebrochen, je nach Vorgehensweise der Täter mit mehr oder weniger großem Schaden an Türrahmen, Türblatt bzw. Fenstern. Bei Einfamilien- bzw. Reihenhäusern sind die Angriffsziele neben ungesicherten Fenstern vor allem Balkon- und Terrassentüren.

Tricks & Tipps zum Einbruchschutz

Grundsätzlich sind also Öffnungen des Gebäudes, die der Einbrecher nutzen kann, mit modernen Einbruchschutz-Mechanismen gegen Aufbrechen und Aufbohren zu sichern. Dieser Einbruchschutz ist insbesondere auf Fenster, Türen und Lichtschächte im Erdgeschoss, aber auch auf Mauereinlässe in höheren Geschossen, die etwa mit einer Leiter erreichbar sind, anzuwenden. Doch wie können solche Schutzmaßnahmen im Detail aussehen?

  • Fenster: Im Falle von Neu- und Umbauten sollten stets Fenster und Fenstertüren ausgewählt werden, die entsprechend geprüft und im besten Fall nach DIN EN 1627 zertifiziert wurden. Die DIN EN 1627 unterscheidet zwischen sieben Widerstandklassen.  Bereits eingebaute Fenster und Fenstertüren lassen sich in den meisten Fällen nachrüsten (z.B. durch Aufschraubsicherungen oder abschließbare Fenstergriffe).
  • Rollläden: Rollläden als solche dienen natürlich eher als Sonnenschutz und zur Abdunklung der Räumlichkeiten als dem Einbruchschutz. Nichtsdestotrotz kann man auch hier nachrüsten und mit einem entsprechendem Rollladenschutz einem Hochschieben der Rollläden durch Einbrecher entgegenwirken. Neue Rollläden haben diesen Schutz oftmals schon integriert. Bei elektrischen Rollläden empfiehlt sich zudem eine elektrische Zeitschaltuhr, welche z. B. in Urlaubszeiten den Eindruck vermitteln kann, dass jemand zu Hause ist.
  • Türen und Tore: Wie auch bei Fenstern und Fenstertüren sollte bei neuen Türen und Toren auf die DIN EN 1627 Zertifizierung geachtet werden, um sicher zu sein, dass diese in Bezug auf Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag keine Schwachstellen aufweist. Auch hier gibt es Möglichkeiten nachzurüsten, z. B. mit Zylinderschlössern oder einer Fallensperre.
  • Alarmanlagen: Im Bereich der Alarmanlagen gibt es unterschiedliche Arten, solche, die lediglich vor einer Gefahr warnen (und Einbrecher ggf. abschreckt) und jene, die Einbrüche auch melden. Bei letzterem gibt es z. B. Bewegungsmelder, Öffnungsmelder oder Durchbruchmelder. Welche Art der Alarmanlage für das eigene Zuhause sinnvoll ist, sollte stets mit einem Fachbetrieb erörtert werden.
  • Videotechnik: Videotechnik ist eine wirksame Maßnahme gegen Einbrüche, allerdings muss hierbei immer sicher gestellt werden, dass dadurch kein Eingriff in die Privatsphäre Dritter erfolgt. Die Installation von Videotechnik sollte zuvor stets rechtlich abgesichert werden.
  • Smart Home: Smart Home Anwendungen sind dahingehend sinnvoll, als das durch sie z. B. Alarmanlagen, Beleuchtung als auch Rollläden ferngesteuert werden können und man auch hier seine Anwesenheit simulieren kann.
  • Für eine sorgenlose Rente:
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Einbrecher kennen alle Tricks, wie und wo in einem Haushalt Wertgegenstände und Sparbücher versteckt werden und durchwühlen alles, bis sie gefunden haben, wonach sie suchen. Zurück bleibt das Chaos: zerbrochenes Geschirr, wahllos aufgerissene Kleiderschränke, auf dem Boden herumliegende Wäschestücke. Es sind Fälle bekannt, in denen Geschädigte durch einen Einbruch derart traumatisiert wurden, dass ein Umzug in ein anderes Domizil erforderlich war.

Fazit

Wer ein Haus oder eine Wohnung sein eigen nennt, kommt nicht umhin, einen gewissen Betrag zum Schutz vor Einbrüchen aufzuwenden. Durch wirksamen Einbruchschutz wird großer immaterieller und materieller Schaden verhindert, überdies kann sich der Hausherr damit trösten, dass sicherheitstechnische Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen, wie der Einbau einbruchshemmender Fenster und Türen, den Wert der Immobilie wesentlich erhöhen. In allen größeren Polizeidienststellen geben geschulte Beamte polizeiliche Tipps zum Einbruchschutz, Ratschläge zum wirksamen Schutz vor Einbrüchen können überdies in allen Verbraucherzentralen eingeholt werden.

Über den Autor

Christoph Neuhaus,
Gründer & Geschäftsführer

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