Altbausanierung: Bestandsaufnahme und Maßnahmen

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Inhaltsverzeichnis

Träumen auch Sie von einem Leben in einem Haus, das mit Charme und gelebter Geschichte überzeugt? Unabhängig davon, ob Sie einen Altbau kaufen möchten oder Ihr Objekt sanieren wollen – in dieses Projekt werden auf jeden Fall viel Zeit und Geld fließen.

Doch der Aufwand lohnt sich, wenn Sie die Arbeiten detailliert und mit der Unterstützung von Fachbetrieben planen. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Altbausanierung achten sollten und welche staatlichen Fördermöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

Was ist eigentlich ein Altbau?

Eine allgemeingültige Definition für den so genannten Altbau gibt es nicht. Lange Zeit galten die Gebäude, die vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, als Altbau. Das Jahr 1949 markierte lange die Grenze für die Unterscheidung zwischen Alt- und Neubauten, da hier der Übergang zur Betonbauweise und isolierten Glasfenstern stattfand.

Wobei heutzutage wohl niemand auf die Idee käme, ein in den 1960er Jahren erbautes, mittlerweile stark renovierungsbedürftiges Haus als Neubau zu bezeichnen. Während die Einordnung bei Gründerzeit- und Jugendstilbauten sehr leicht fällt, hat sich bei anderen, mehrere Jahrzehnte alten Bauten die Auffassung durchgesetzt, dass es sich um einen Altbau handelt, sobald ohne eine umfangreiche Sanierung kein moderner Wohnkomfort gegeben ist.

Oftmals tauchen bei Bauten bis 1950 Probleme mit Feuchtigkeit, dem Schallschutz und der Wärmedämmung auf. Zwischen 1960 und 1980 erbaute Häuser weisen teilweise Mängel in der Bauchemie auf.

Altbau sanieren: Die richtige Planung führt zum Erfolg

Wenn die Immobilie in die Jahre gekommen ist oder Sie sich noch einmal Eigentum anschaffen wollen, lockt ein Altbau mit viel Charme. Ob es sich lohnt, das Projekt Sanierung anzugehen, können Sie in einem ersten Check selbst feststellen. Schauen Sie sich die Beschaffenheit des Daches und der Fassade an; gibt es im Innenbereich Probleme mit Schimmel und Stockflecken? Auch Fenster, Türen und Böden können Sie selbst kontrollieren. Untersuchen Sie Holzbauteile und die Treppe auf Wurmbefall und werfen Sie einen Blick in den Keller auf die Heizungsanlage.

Ob Fachwerkhaus, Jugendstilvilla oder Eigenheim aus der Wirtschaftswunderzeit – jede Bausubstanz hat ihre eigenen Herausforderungen. Eine Investition in einen Bausachverständigen wird sich auszahlen, denn dieser kann Ihnen genau sagen, wie es um die Bausubstanz steht, wie der Zustand von Leitungen und Rohren ist oder ob Sie den Fußboden austauschen sollten. Beabsichtigen Sie einen Kauf, können Sie nach der Beratung oftmals den Kaufpreis reduzieren und das gesparte Geld in die Sanierung stecken.

Denkmalschutz bei der Altbau-Sanierung

Je nachdem, was für einen Altbau Sie sanieren wollen, sollten Sie auch das Thema Denkmalschutz beachten. Jedes Bundesland legt seine eigenen Kriterien für denkmalgeschützte Gebäude fest. Der Denkmalschutz kann entweder das komplette Haus oder auch nur einzelne Teile wie Fenstertypen oder kunstvolle Verzierungen betreffen. Oberstes Ziel ist es jedoch immer, ein schützenswertes Kulturgut zu erhalten.

Wenn Sie einen derartigen Altbau sanieren möchten, müssen Sie eng mit der zuständigen Behörde zusammenarbeiten. Denn der Schutz des historischen Erscheinungsbildes und Anforderungen an modernes, energieeffizientes Wohnen kollidieren häufig miteinander. Während alle Baumaßnahmen, die dem Erhalt dienen, schnell genehmigt werden, stoßen Sie bei Nutzungsänderungen, Grundrissveränderungen oder Änderungen und Ergänzungen an der Dachfläche oftmals auf Widerstand.

Daher sind Sie bei einem denkmalgeschützten Gebäude häufig in Ihrer Gestaltungsfreiheit bei der Altbausanierung eingeschränkt. Auf der anderen Seite existieren viele interessante Fördermöglichkeiten nicht nur durch die KfW-Bank und die Wohnungsbauprämie, sondern auch regionale Programme für die Altbausanierung. Als Faustregel gilt: Arbeiten Sie schon vor einem geplanten Kauf eng mit den Behörden zusammen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

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Altbau: Diese Sanierungsmöglichkeiten haben Sie!

Wenn Sie sich für eine Altbausanierung entschieden haben, gibt es vor der individuellen Ausgestaltung einige dringende Punkte, die Ihrer Aufmerksamkeit bedürfen. Möchten Sie das Dach neu decken, sollten Sie die Vorgaben der Energiesparverordnung einhalten und können auch über einen Dachausbau oder einen Balkon nachdenken, sofern Sie nicht in einem denkmalgeschützten Haus leben – so lässt sich Wohnraum dazu gewinnen. Wählen Sie Ziegel und einen Stil für das Dach, der zum restlichen Haus passt.

Ein echter Energiefresser können die Fenster sein. Hier sollten Sie auf moderne Fenster setzen, die Sie auch in einem zum Haus passenden Stil erhalten. Geht es um das Thema Energieeffizienz insgesamt, wenden Sie sich gerne an einen Energieberater. Zwar sind die Kriterien bei einer Altbausanierung nicht ganz so streng wie bei einem Neubau, doch sollten Sie hier nicht am falschen Ende sparen. Denn entsprechende Investitionen amortisieren sich schon nach fünf bis zehn Jahren. Der Energieberater wird Ihnen aufzeigen, wo Ihr Bau am meisten Wärme verliert, welche Möglichkeiten für eine Heizung, zur Fassadendämmung und Dämmung der Kellerdecke Sie haben und welche Fördertöpfe Sie nutzen können.

Ebenfalls ein Thema: Neue Türen, Treppe und Bodenbeläge – hier sollten Sie auf jeden Fall auch das Thema „barrierefreies Wohnen im Alter“ im Auge behalten. Auf der Grundlage Ihrer Pläne können Sie sich dann Kostenvoranschläge von Fachbetrieben einholen. So können Sie die Finanzierung Ihrer Altbausanierung besser zu planen.

Altbau sanieren: Diese Fördermöglichkeiten haben Sie!

Zahlreiche Fördertöpfe belohnen Ihr Engagement für einen Altbau. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert viele Projekte rund um erneuerbare Energien. Ob Ihr Projekt unterstützt werden kann, erfahren Sie von Ihrem Energieberater. Tauschen Sie eine alte Ölheizung gegen eine Hybridheizung, können Sie 40 % der Kosten erstattet bekommen. Heizen Sie nur mit Biomasse, sind es sogar 45 %.

Einen Tilgungszuschuss zwischen 10.000 und 48.000 Euro können Sie für dreifach verglaste Fenster und die Sanierung von Keller, Dach und Fassade erhalten. Kundig machen sollten Sie sich auch über die Wohnbauprämie, die Sie nutzen können, wenn Sie in einen Bausparvertrag einzahlen und Ihr Einkommen unter der gesetzlichen Grenze für die Förderprämie liegt.

Fazit

Sie zögern noch, Ihren Altbau zu sanieren? Dann wird es Zeit, mit populären Missverständnissen aufzuräumen. Wussten Sie, dass in einem Altbau sogar ein Passivhaus-Standard erreicht werden kann? Das Zauberwort heißt hier die richtige Wärmedämmung. Selbst in einem Fachwerkhaus können Sie energetische Verbesserungen von bis zu 60 % erzielen!

Um intelligente Haustechnik einzubauen, müssen nicht alle Wände aufgestemmt werden. Ein Fachbetrieb kann Ihnen eine Funksteuerung einbauen. Wenn die Sanierung von Anfang an von Experten begleitet wird, dann wird aus dem Altbau auch kein Fass ohne Boden. Holen Sie daher stets Angebote von Fachbetrieben ein, konsultieren Sie einen Energieberater und vergleichen Sie!

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Dieser Beitrag ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die hier bereitgestellten Informationen sollten Sie niemals als alleinige Quelle für Ihre Entscheidungen verwenden.